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Verbraucherschutz bei digitalen Medien
Urheberrecht Digitale Medienwelt ist rechtloser Raum

Bei digitalen Medien sind Verbraucher nahezu ohne Rechte. Zu diesem Ergebnis kommt eine vom Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) heute in Berlin veröffentlichte Studie. „Nutzungsbedingungen, Kopierschutzsysteme und ein löchriges Urheberrecht machen die digitale Medienwelt für Konsumenten zu einem rechtlosen Raum“, so Patrick von Braunmühl, stellvertretender Vorstand des vzbv. Zudem sei die Kundenorientierung von vielen Anbietern digitaler Medien mangelhaft. „Unsere Studie zeigt, dass bestehende Rechte der Verbraucher von Anbietern ignoriert werden.“

Der vzbv und die Verbraucherzentralen starteten eine Offensive für ein nutzerfreundlicheres Urheberrecht und für die Wahrung der Verbraucherrechte in der digitalen Welt. Führende Anbieter digitaler Medien – unter anderem iTunes, T-Com, Nero und ciando – haben gestern Abmahnungen des vzbv erhalten. Bundesjustizministerin Brigitte Zypries und Verbraucherschutzminister Horst Seehofer müssen in den nächsten Wochen mit vielen Briefen und Mails von Verbrauchern rechnen.

Studie

Die Studie untersucht, ob und inwiefern die Interessen der Verbraucher durch die Anbieter von digitalen, urheberrechtlich geschützten Inhalten beeinträchtigt werden. Zu diesem Zweck wurde eine Vielzahl von Nutzungs- und Lizenzbedingungen sowie technischen Schutzmaßnahmen untersucht. Der Gegenstand der Studie erstreckt sich unter anderem auf Musik-Downloaddienste, elektronische Verlagsangebote, Online-Archive, Ton- und Bildträger, Software und eBooks.

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